Vom Kompromiss der transició zur Konfrontation des Alltages

Abschlussrede von Prof. Georg Kremnitz (Universität Wien) beim 23. Katalanistentag an der Universität Leipzig

 

„Der Sommer 1977 ist mir noch immer in lebhafter Erinnerung: vom 18. bis 30. Juli nahm ich in Perpinyà am Séminaire International de Sociolinguistique2 teil, das mich nicht nur wissenschaftlich beeindruckte (und in meinen Überlegungen weiterbrachte), sondern das auch meine Beziehungen zur damaligen katalanischen Situation ungeheuer bereicherte. Zur Erinnerung: am 20. November 1975 war der Diktator Franco gestorben, am 15. Juni 1977, also nur wenige Wochen vor dem Seminar, hatten die ersten freien Wahlen nach dem Bürgerkrieg stattgefunden, und nun befand sich Spanien letztlich in der Periode, wo „alles möglich schien und nichts entschieden“3 war. Alle spekulierten – manchmal mit sehr viel Phantasie – über die mögliche Zukunft des Landes. In dieser Zeit fuhr der Präsident der katalanischen Exilregierung, Josep Taradellas, mit dem Zug bis an die spanische Grenze, offensichtlich zu Verhandlungen über den zukünftigen Status Kataloniens; ein Teil der katalanischen Teilnehmer an dem Seminar brachen eines Tages am frühesten Morgen auf, um ihn in seinem Zug zu begrüßen. Jeder Tag brachte Neuigkeiten. Spannung lag in der Luft.“

 

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